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Ibogaine

erschienen in HeroinTimes
Entzug mit Iboaine

Patrick Kroupa


Nach vielen Jahren schwerer Sucht nach Opiaten versuchte ich so ziemlich alle möglichen Entzugsbehandlungen auf dem Planeten:vonUROD, ElekronischeAkupunktur, Clonidine,Buprinex,Valium,Naltrexon mit einer Handvoll Xanax und Clonidine,und natürlich die Entzüge in Hotelräumen mit Bacardi 151 und was es auch immer sonst noch gab. All dies Methoden "funktionieren".Alles was man braucht ist eigentlich nur ein leerer Raum und etwas Zeit. Letztendlich fühlt man sich sowieso immer gleich,das heißt "unwohl" um es mild auszudrücken. Es war um die Zeit, als ich mir klar wurde, daß Heroin nicht mein Problem war, sondern die Lösung des Problems. Es macht dich wieder 'normal' und funktionierend.

Mein Problem war daß ich psychisch,spirituell und geistig auseinanderfiel.Und selbst nachdem Heroin seinen euphorischen Effekt verlor, verleiht es dennoch immer noch emotionale Anästhesie,töted die Gefühle ab und unterbricht den Gedankenwirbel im Kopf. Nachdem mir all dies entrissen wurde ,egal um was für einen Entzug es sich handelte, fühlte ich mich immer als ob ich eine vierfache Bypass-Operation benötigte und jemand gibt mir ein Pflaster.


Vor Behandlung mit Ibogaine beinhaltete meine tägliche "pharmakologische Selbstbehandlung" Heroin,Methadon und Xanax; mit einem gelegentlichen Schuß Alkohol um den Cocktail abzurunden. Nach der Einnahme von Ibogaine ist der ganze Enzugsprozeß nach ca. einer Stunde vorbei."Entzug" ist das falsche Wort. Ich fühlte nur Hitze in meinem Solar Plexus, die sich schnell verflüchtete.Ich hatte noch nie so etwas erlebt. Auf der physischen Ebene kommt es einem Wunder gleich. Es ist als ob du nie süchtig gewesen warst . Du wirst zurückgeschalted in einen Zustand wie du warst vor dem Beginn deiner Sucht. Die einzigen physischen Symptome sind Schlappheit, Insomnia und etwas Durchfall.

Etwa eine Stunde nach der Einnahme beginnen Visionen.Was du in dieser Phase erlebst ist individuell sehr verschieden.Viele erleben sich wie im All, wo sie nur mit sich selbst konfrontiert sind, mit ihrem Unterbewußtsein, ihrem Super-Ego, wie immer man es nennen möchte. Es entspricht so etwa einer jahrelangen Psychotherapie mit einem exzellenten Therapeuten. Du bist gezwungen dich mit deinem Inneren auseinanderzusetzen. Ibogaine führt dich zu einer Klarheit über dich selbst und der Ursachen deiner Sucht. Es bringt dich in Kontakt mit der fundamentalen Essenz der Gesetzmäßigkeiten die deine Existenz ausmachen. Mit anderen Worten: es hilft dir, wieder deine eigene Spritualität zu finden, was immer das für dich bedeuted. Dies ist ein ziemlich einschneidendes Erlebnis, da du diese Spiritualität lebst und er-erlebst und nicht nur liest was ein anderer darüber geschrieben hat.

Opiate sind kein Spaß.Heroin fühlt sich nicht gut an.Man fühlt eher nichts, es betäubt dich. Wenn es dir teuflich schlecht geht, ist Betäubung wie die Hand Gottes die dich streichelt. Doch wenn du den Schmerz verarbeitet hast und wieder zum erstenmal erlebst was es bedeuted, sich gut zu fühlen - zumindest bisweilen erscheint dir die Betäubung und damit Heroin auf einmal nicht mehr so verführerisch. Ich kann ehrlich behaupten, daß ich es ohne Iboigaine nicht geschafft hätte, von dem Zeug wegzukommen und clean zu bleiben.Anstatt länger drogenfrei zu sein als ich es jemals war seit meinem dreizehnten Lebensjahr,würde ich nun versumpfen in dem endlosen Zirkel zwischen Sucht, Entzugversuchen, nutzlosen Gruppentherapien und dem Bedürfnis, die ganze Scheiße zu vergessen und wieder anschaffen zu gehen.

Nach der Entscheidung Ibogaine zu nehmen, ist das größte Problem,es zu finden. Ibogaine irgendwo in Afrika zu finden, mag ja ein interessantes Abenteuer sein, doch während man von einer schweren Sucht loskommen will, verliert es etwas seinen Reiz.


Noch etwas: Methadone scheint viel länger zu brauchen als Heroin.Es kann bis zu einem Monat dauern befor du dich wieder normal fühlst.Doch wie lange es auch benötigt, gib nicht auf! Drei Tage ohne Schlaf erscheint dir wie eine Woche und eine Woche ohne Schlaf
erscheint dir wie ein Monat. Schlaflose Nächte für einen Monat und du glaubst du wirst wahnsinnig. Nichts dergleichen. Dein Körper nimmt sich soviel Schlaf wie er nötig hat, und wenn es nur einige Nickerchen hier und dort sind.


Vergiß nicht, daß je länger du clean bist, desto mehr hast du schon in deinen Entzug investiert. Wenn es deshalb kritisch wird, gratulier dir für den Erfolg, es bis hierher geschafft zu haben und versuch einfach, bis zum nächsten Morgen durchzuhalten. Und dann fang wieder von vorne an, ein Tag nach dem anderen.

 

 

 

LexikonderZauberpflanzen

Kapitel aus dem Buch: Trips, Wie Halluzinogene wirken

Kapitel aus dem Buch: Traum und Wirklichkeit, Naranjo

London Times

Wall Street Journal 2002

Esotera

Hanfblatt

Herointimes

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